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    Bochum Reloaded

    Ein auswärtiger Besucher der Stadt Bochum braucht Stadtinformationen, um zu einem „Bochum Versteher„ zu werden, denn die Stadt erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Die Entwicklung der Stadt Bochum verlief in Parallen zur deutschen Industriegeschichte, die im westlichen Teil der Republik vom Ruhrgebiet mit seiner Kohleförderung und Stahl verarbeitenden Industrie geprägt wurde. Die Urbanität einer Industriestadt wird bestimmt von ihren intakten Stadtkern, der umrahmt wird von Fabrik- und Produktionsgebäuden. Bochum ist darin keine Ausnahme sondern bestätigt die Regel. Der Vorteil dieser Städte war in der Vergangenheit die hohe Kaufkraft der Einwohner, was sich wiederum in den kulturellen und kommerziellen Angeboten zeigt. Der interessierte Besucher kann durch die Innenstadt mit ihren vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten wandeln, und dabei den Spuren der Stadtgeschichte folgen.

    Die Stadt Bochum integriert eine gesellschaftliche Vielfalt, die nur von einer Stadt im permanenten Wandel verkraftet werden kann. Wer sich auf Bochum einläßt, kann so manche Beobachtung über eine Industriestadt machen, die mit beiden Beinen sowohl in der Vergangenheit wie in der Gegenwart steht. Um die Zukunft wird täglich gerungen, wie der Kampf um Opel und Nokia gezeigt hat. Die Bewohner zeichnet eine unerschütterliche Zuversicht aus, die immer wieder auf eine harte Probe gestellt wird. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum der Fußball im Revier einen derartigen Stellenwert einnimmt – als Ventil für erlittene und erzwungene Veränderungen im sozialen Gefüge. In gleicher Weise wird die Kultur gepflegt – als Ventil gegen Gleichgültigkeit und Resignation angesichts gesellschaflicher Realitäten. Einen umfassenden Eindruck über die Aktivitäten in der Stadt vermittelt die Bochumer Tourismus Information. Nicht ohne Grund ist das Bochumer Schauspielhaus eine Bühne für sozialkritisches und experimentelles Theater.

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    Das Titelfoto zeigt den Bahnhofsvorplatz und stammt aus dem Fotoarchiv der Stadt Bochum.